Das erste Anlegen im Krankenhaus – Warum so viele Mamas dabei unsicher sind
- 24. Juni
- 3 Min. Lesezeit

Die Geburt liegt hinter dir. Dein Baby ist endlich da. ❤️
Und plötzlich ist er da – dieser Moment, auf den viele werdende Mamas monatelang warten:
Das erste Anlegen an der Brust.
Doch anstatt sofortiger Glücksgefühle erleben viele Frauen etwas ganz anderes:
🤔 "Mache ich das richtig?"🤔 "Trinkt mein Baby überhaupt?"🤔 "Warum klappt das nicht sofort?"
Wenn du solche Gedanken hattest oder hast, kann ich dich beruhigen:
Du bist damit nicht allein.
Stillen ist ein Lernprozess – für euch beide
Eine der größten Überraschungen nach der Geburt ist, dass Stillen nicht immer automatisch funktioniert.
Dein Baby wurde zwar mit wichtigen Reflexen geboren, aber ihr müsst euch trotzdem erst kennenlernen und aufeinander einstellen.
Auch du wirst nicht als Stillspezialistin geboren. 💛
Stillen ist etwas, das Mama und Baby gemeinsam lernen dürfen.
Fazit: Vorbereitung bedeutet Sicherheit fühlen – nicht alles wissen
Wenn du merkst, dass dich trotz all der Informationen Unsicherheit begleitet, dann fehlt dir wahrscheinlich nicht mehr Wissen – sondern Struktur, Praxis und Begleitung.
Mein Hebammentipp Nr. 1: Nimm dir den Druck
Die ersten zwei Stunden nach der Geburt – wichtig, aber bitte ohne Druck
Vielleicht hast du schon gelesen oder gehört, dass die ersten zwei Stunden nach der Geburt besonders wichtig für den Stillstart sind.
Das stimmt grundsätzlich auch. Viele Babys sind nach der Geburt erstaunlich wach, suchen aktiv die Brust und beginnen bereits in den ersten Minuten oder Stunden zu saugen.
Aber hier kommt ein ganz wichtiger Punkt, den viele werdende Mamas nicht wissen:
Nicht jedes Baby möchte direkt nach der Geburt trinken.
Manche Neugeborene sind nach der Geburt erst einmal müde. Sie möchten kuscheln, die Nähe von Mama oder Papa genießen und in Ruhe auf dieser neuen Welt ankommen.
Und das ist völlig in Ordnung. 💛
Dein Baby kommt nicht hungrig auf die Welt. Es bringt eigene Energiereserven mit – in Form von Blutzucker- und Fettreserven. Deshalb gerät nicht sofort alles aus dem Gleichgewicht, wenn es nicht innerhalb der ersten zwei Stunden an die Brust möchte.
Als Hebamme erlebe ich immer wieder, dass Eltern unnötig unter Druck geraten, weil sie glauben, das erste Anlegen müsse unbedingt sofort funktionieren.
Dabei gilt:
👉 Ein Baby, das schläft oder noch nicht aktiv nach der Brust sucht, muss nicht mit Druck zum Trinken bewegt werden.
👉 Ein Baby, das noch nicht bereit ist, profitiert oft mehr von Hautkontakt als von wiederholten Anlegeversuchen.
👉 Nähe, Kuscheln und Bonding sind in diesen ersten Stunden mindestens genauso wertvoll.
Genieße also diesen besonderen Moment mit deinem Baby. Beobachte seine Signale und vertraue darauf, dass es sich melden wird, wenn es bereit für die erste Mahlzeit ist.
Stillen darf entspannt beginnen – ohne Stress, ohne Zeitdruck und ohne das Gefühl, etwas falsch zu machen.
Mein Hebammentipp Nr. 2: Nutze die Unterstützung im Krankenhaus
Scheue dich nicht, Hilfe einzufordern.
Lass dir zeigen:
wie du dein Baby anlegst
welche Stillposition zu euch passt
woran du erkennst, dass dein Baby effektiv trinkt
wie du bequem sitzen oder liegen kannst
Oft reichen schon kleine Veränderungen der Position aus, damit das Stillen deutlich angenehmer wird.
Was viele Mamas nicht wissen
Die ersten Tropfen Muttermilch – das sogenannte Kolostrum – sind wahre Goldtropfen für dein Baby. ✨
Auch wenn die Menge zunächst klein erscheint:
Sie ist perfekt auf den winzigen Magen deines Neugeborenen abgestimmt.
Du musst also nicht sofort große Mengen Milch produzieren, damit dein Baby gut versorgt ist.
Mein Wunsch für dich
Hab Vertrauen in dich und deinen Körper.
Stillen darf wachsen.
Es muss nicht in den ersten Stunden perfekt sein.
Mit Wissen, Unterstützung und etwas Übung finden die meisten Mamas und Babys ihren ganz eigenen Weg.
Du möchtest entspannt und gut vorbereitet in deine Stillzeit starten?
In meinem Onlinekurs „Stillen ist (K)EIN Kinderspiel“ begleite ich dich Schritt für Schritt auf deinem Weg zu einem erfolgreichen Stillstart.
Dort erfährst du unter anderem:
✔️ Wie du dein Baby richtig anlegst
✔️ Welche Stillpositionen wirklich funktionieren
✔️ Wie du häufige Stillprobleme vermeiden kannst
✔️ Woran du erkennst, dass dein Baby ausreichend trinkt
✔️ Praktische Hebammentipps für die ersten Tage nach der Geburt
Denn Stillen darf leicht werden – mit dem richtigen Wissen schon vor der Geburt. 💛



